Einstufiges Feuerverzinnungsverfahren, das angewendet wird, wenn an das Aussehen des Überzugs keine besondere Anforderung gestellt wird, z. B. als Vorbehandlung zum Löten oder vor dem Ausgießen von Lagerschalen. Das Werkstück wird mit → Flussmittellösung benetzt und durch die Flussmitteldecke hindurch (→ Feuerverzinnungsmethoden) langsam in das Zinnbad eingetaucht. Die ArbeitsTemperatur liegt zwischen 280 und 325 °C, sie richtet sich nach der Schwere der Werkstücke. Zum Eintauchen benutzt man Zangen, Haken oder bei kleinen Massenteilen Körbe aus Draht oder Lochblech. Das Eintauchen muss langsam erfolgen, damit das Bad nicht sprudelt und dadurch die Bedienung gefährdet. Im Bad wird das Werkstück gewendet, um evtl. mitgeführtes Flussmittel aufschwimmen zu lassen. Sobald es die Badtemperatur erreicht hat, wird es schnell aus dem blank gemachten Zinn herausgeholt. Zwischendurch darf das Stück ohne Bedenken gezogen, betrachtet, geprüft und danach wieder eingetaucht werden. Nach dem Herausholen wird das Stück von Hand geschüttelt und gedreht, um überschüssiges Zinn abzuschütteln. Tropfen und dicke Kanten werden in einem „Sammelkessel“ abgeschmolzen, einem flachen Zinnbad, auf dessen Oberfläche etwas Flussmittel oder Palmöl schwimmt. Durch Eintauchen der betreffenden Stelle oder Kante werden die Ver- dickungen abgeschmolzen. Allerdings gelingt dies auch mit einer Lötlampe oder einem Gasbrenner und anschließendes Abreiben. Kleine Massenteile werden im Korb von Hand kräftig geschüttelt oder in einer Zentrifuge vom überschüssigen Zinn befreit. Dann können die Werkstücke an der Luft abkühlen. Weitere Nachbehandlung → Feuerverzinnungsarbeiten