Dehydrierung

  1. Allgemein, chemisch:(Dehydrogenierung). Bezeichnung für die Eliminierung von Wasserstoff aus einer Verbindung. Bei diesem Vorgang handelt es sich formal um eine Oxidation. Der Begriff Dehydrierung darf nicht mit Dehydratisierung, also der Eliminierung von Wasser, verwechselt werden.
  2. Galvanotechnik/Oberflächentechnik:

Während der Metallabscheidung oder beim Beizen werden die Wasserstoffatome in das Gefüge des Grundmaterials bzw. des Metallniederschlages mit eingebaut und rekombinieren an Fehlstellen, z. B. Verunreinigungen innerhalb des Gefüges, zu Wasserstoffmolekülen H2. Die Bildung des Wasserstoffgases (H2) führt zu hohen Drücken, die im genannten Fall zur Blasenbildung führen. Das Eindringen der Wasserstoffatome in das Gefüge führt auch zu inneren Spannungen des Metallgefüges bzw. zur Versprödung des Metallniederschlages.

Durch Wärmebehandlung des Werkstücks kann der Wasserstoff teilweise wieder ausgetrieben werden.

Diesen Vorgang nennt man „Dehydrieren“, „Entgasen“ oder „Austreiben von Wasserstoff“. Dadurch wird die Versprödung des Grundmaterials bzw. des Niederschlags vermindert.