Dauertauchversuch

Einfacher Korrosionsversuch, bei dem die Proben in kleinen Gefäßen während der gesamten Prüfdauer dem unbewegten Angriffsmittel ausgesetzt werden. Zur Prüfung anodisch erzeugter Oxidschichten wird die Korrosionsbeständigkeit der Probe durch sechstägiges Tauchen in eine Lösung von 25 g/L Natriumchlorid, 15 ml/L Essigsäure und 3,3 ml/L Wasserstoffperoxid geprüft. DIN 50947. Der Dauertauchversuch erlaubt zwar eine orientierende Bewertung des Korrosionsverhaltens, liefert jedoch meist keine Information über das Verhalten in der Praxis. Insbesondere bei durch Korrosionsinhibitoren (z. B. Chromaten) aktiv geschützten Systemen ist seine Aussagekraft gering. Die inhibierenden Stoffe bleiben, auch nach Ablösung von der Oberfläche, im begrenzten Volumen des Prüfgefäßes verfügbar. Bei Freibewitterung hingegen werden sie, z. B. durch Regen, Schwitzwasser u. a. sehr schnell aus dem System entfernt.