Gasförmiger Aggregatzustand eines Stoffs. Oberhalb des Siedepunkts befindet sich der Stoff vollständig in der Dampfform. Dämpfe sind in der Regel unsichtbar. Nur wenige Dämpfe sind gefärbt und dadurch sichtbar, wie Chlordampf, Bromdampf, Joddampf.
Der gewöhnlich als „Wasserdampf“ bezeichnete Stoff liegt in Form feinster Tröpfchen in der Luft vor, ist also Nebel. Richtiger Wasserdampf befindet sich ständig in der Luft und ist unsichtbar.
Die für die Verdampfung eines Stoffs notwendige Wärmemenge wird als Verdampfungswärme oder für die Verdampfung bei konstantem Druck als Verdampfungsenthalpie bezeichnet. In der umgekehrten Richtung, d. h. die bei der Kondensation frei werdende Wärme, bezeichnet man als Kondensationswärme bzw. Kondensationsenthalpie.
Befindet sich ein kondensierter Stoff in einem geschlossenen Gefäß, so verdampft er so lange, bis der Dampf eine bestimmte Dichte (Dampfdichte) und einen bestimmten Druck (Dampfdruck) erreicht hat.
Die Verdampfungsenthalpie von Wasser beträgt 43,99 kJ/mol bei 25 °C und 40,657 kJ/mol bei 100 °C jeweils bei 1013 hPa (Hektopascal).
Die Dampfphase spielt eine wichtige Rolle bei Trocknungsprozessen und für die Spültechnik, da nur ein vorher verdampftes Volumen in den Arbeitsbehälter zurückgeführt werden kann.