Elektrolytisches Entzunderungsverfahren, das im Jahr 1930 von Th. E. Dunn von der Firma Bullard & Co., Bridgeport (USA) entwickelt wurde. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass eine wesentliche Wasserstoffaufnahme der kathodisch geschalteten Werkstücke vermieden wird, indem an den metallisch reinen Stellen sofort ein Blei– oder Zinnniederschlag abgeschieden wird, der gleichzeitig auch vor einem weiteren Beizangriff schützt. Die Blei- oder Zinnschicht wird vor der Weiterbehandlung (die auch nach längerer Lagerung noch erfolgen kann) anodisch in wenigen Minuten in einem Entmetallisierungselektrolyten entfernt. Die Entzunderung erfolgt 2 bis 30 min bei 4 bis 7,5 A/dm2 und 65 bis 80 °C; das Entmetallisieren geschieht 2 bis 3 min bei 3 bis 5 A/dm2 und etwa 80 °C.