Feuervergolden

Aufbringen eines Goldüberzugs mittels des Amalgamverfahrens. Heute kaum noch angewandtes Verfahren, bei dem die Goldschicht mittels Goldamalgam, einer Legierung aus Gold und Quecksilber, aufgetragen wird. Man erhält sie, indem man Feingold mit Quecksilber etwa im Verhältnis 1:6 in einem Tiegel mischt und den Tiegelinhalt in kaltes Wasser gießt. Zum Vergolden bringt man zuerst auf die sorgfältig gereinigte Metalloberfläche eine Quickbeize aus 10 g/L Quecksilbernitrat, spült danach mit Wasser gut ab und verteilt das pastöse Goldamalgam mit einer angefeuchteten Messingbürste auf die nunmehr weißliche Quecksilberoberfläche. Danach wird über einer Lötflamme das Quecksilber abgeraucht.

Da Quecksilberdämpfe äußerst giftig sind, arbeitet man im Freien oder am besten unter einem gut ziehenden Abzug. Aus den genannten Gründen lässt sich das Verfahren heute nur noch in völlig geschlossenen Anlagen mit Quecksilberdampfkondensation ausführen.

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