Zinnpest

Bei Temperaturen unter 13,2°C wandelt sich “weißes”, tetragonal-raumzentriertes Zinn in eine nichtmetallische grau kubische α – Modifikation um, die eine geringere Dichte besitzt. Nur der starken Unterkühlungsneigung ist es zu danken, dass nicht alles Zinn unter 13°C spontan zerfällt. Durch geringe Mengen Aluminium (ab 0,01%), Magnesium, Mangan oder Zink wird die Umwandlungsgeschwindigkeit gefördert, durch Zugabe von Wismut (0,5%), Antimon, Bismut oder Blei wird dagegen die Neigung zur Umwandlung vermindert. Auch galvanisch abgeschiedene Zinnüberzüge können durch Zulegieren dieser Metalle zinnpestbeständig gemacht werden.

Die Neigung des β – Zinns zur Umwandlung in α – Zinn nimmt mit abnehmender Temperatur zwar zu, die Umwandlungsgeschwindigkeit wird jedoch dadurch geringer. Das bedeutet, dass die β/α-Umwandlung kinetisch so gehemmt wird, dass sie erst bei einer Temperatur von -48°C stattfinden kann.

Weitere Begriffe

Online Kurse

Galvanotechnik & Arbeitsschutz für Anlernkräfte

Die Galvanotechnik ist eine Schlüsseltechnologie. Unsere moderne Welt wäre ohne...

Umwelttechnik Teil 1 – Abwasserbehandlung

Dieser Grundlagenkurs ist der erste Teil der Reihe Umwelttechnik. Er...

Badzugaben berechnen

Badansätze und Korrekturen gehören zu den ureigensten Aufgaben eines Galvanikers....

Reaktionsgleichungen

Reaktionsgleichungen beschreiben chemische Reaktionen und sind somit ein wichtiger Bestandteil...
de_DEDeutsch
en_USEnglish de_DEDeutsch