Zugfestigkeit

  1. Höchste, noch zulässige Kraft, bezogen auf den Anfangsquerschnitt einer Probe, nach deren Überschreiten sie sich unter Abfall der Kraft verformt.
  2. Beim Email hängt sie maßgeblich von der Dicke der aus der Schmelze gezogenen Probestäbe ab. Während bei technischen Gläsern an Fäden unter 0,01 mm Dicke 20 bis 50 kP/mm2 gemessen wurde, liegen Stäbe bei 7 bis 9 kp/mm2, im Bleiglas bei 4 bis 6 kp/mm2, im Kieselglas bei etwa 9 kp/m2. Emails werden in der gleichen Größenordnung liegen, wobei allerdings die Aufnahme der Eisenoxide beim → Brennen und die Ungleichmäßigkeit durch → Poren einen

geringen vermindernden Einfluss ausüben. Auf jeden Fall ist die Zugfestigkeit gegenüber der → Druckfestigkeit gering; im emaillierten Werkstück muss dies vor allem beachtet werden. → Schlagfestigkeit.