Vorübergehende Schutzmaßnahme während der Lagerung und/oder auf dem Transport, die sich leicht aufheben lassen soll, sobald der Schutz nicht mehr nötig ist oder das Aufbringen einer endgültigen Korrosionsschutzschicht möglich ist. Die Anwendung eines zeitweiligen Korrosionsschutzes erstreckt sich in der Regel auf eine Dauer von weniger als einem Jahr; sie kann zusätzlich zu anderen Maßnahmen getroffen werden. Die verbreitetste Art des zeitweiligen Korrosionsschutzes ist das Einfetten (meist mit Korrosionsschutzöl, z. B. Spindelöl, Wachs oder einer Vaseline-Lösung in organischen Lösemitteln. Auch eine dünne Klarlackschicht, die sich nachher leicht abziehen lässt, ist geeignet oder ein Fertigungsanstrich bzw. eine Grundierung, die einen Haftgrund für einen späteren Anstrich darstellt. Abziehbare Kunststofffilme (Kalt- oder Warmplastik) sind ebenfalls üblich. Man kann beim Trocknen mit wasserverdrängenden Flüssigkeiten diesen einen Zusatz beigeben, der nach dem Verdunsten der Flüssigkeit einen Öl-, Fett– oder Lackfilm zurücklässt. Es werden z. B. Phosphatschichten behandelt, die aus organischen Lösemitteln abgeschieden werden, ebenso wie die Verpackung unter Verwendung von Dampfphaseninhibitoren oder unter Luftabschluss.