Washburn-Gleichung

Gleichung für die kapillare Befüllung (kapillare Strömung in porösen Materialien), d. h. die Eindringtiefe L in Kapillaren mit der Zeit t.

mit dem Porendurchmesser D

Der notwendige Druck zur Befüllung der Kapillare ist dem Porenradius umgekehrt proportional

Der negative Wert rührt von der Quecksilberporosimetrie her mit einem Kontaktwinkel von 140°. Mit Drücken von 0,13 bis 2000 bar (101325 Pa) lassen sich Poren von 220 mm bis herunter zu 7,5 nm untersuchen.

Für Farbanstriche wird die halbempirische Gleichung

mit L – Eindringtiefe; s – Oberflächenspannung; h – Viskosität der Lösung; r – Radius der Kapillare; q – Kontaktwinkel; t – Zeit verwendet. Das Eindringvermögen der Anstrichflüssigkeit ist demnach am besten, wenn die Oberflächenspannung hoch und die Viskosität niedrig ist. Da der cos q mit steigender Oberflächenspannung kleiner wird , ist für die Oberflächenspannung eine obere Grenze gegeben. Am besten steuerbar ist die Viskosität. Niedrig viskose Beschichtungsstoffe, die ihr Lösemittel nur langsam abgeben bzw. nur langsam vernetzen, führen zu guter Adhäsion. Ist der Beschichtungsstoff zu hoch viskos und kann nicht in die Poren eindringen, so unterbleibt die vorteilhafte Verzahnung.