Vermessingen

Herstellung von Messingüberzügen, praktisch ausschließlich auf Galvanischem Wege. Man benutzt hierzu cyanidische Elektrolyte, die Niederschläge mit etwa 30 % Zink abzuscheiden gestatten. Die Elektrolyte enthalten gewöhnlich 25 bis 30 g/L Kupfercyanid, 10 bis 15 g/L Zinkcyanid und 30 bis 50 g/L Natriumcyanid. Sie arbeiten bei Raumtemperatur und Stromdichten von 0,1 bis 3 A/dm2. Ihr pH-Wert liegt bei 9,5 bis 10,5. Durch Zusätze, wie arsenige Säure oder Selenite, wird eine mäßige Glanzbildung erreicht. Um hochglänzende Überzüge zu erhalten und gleichzeitig die mit nur geringer Abscheidungsgeschwindigkeit (etwa 5 bis 10 µm/h) arbeitenden Vermessungselektrolyte zu vermeiden, trägt man eine dicke Nickelschicht aus einem Hochleistungsglanznickelelektrolyten und darauf eine nur wenige Mikrometer dünne Messingschicht aus einem üblichen Elektrolyten auf. Weißmessingüberzüge mit einem Gehalt von mehr als 50 % Zink werden als Ersatz für Nickel vor dem Verchromen benutzt.

Die Messingabscheidung war ein frühes Verfahren der Galvanotechnik. Sie diente vor allem der Goldimitation von Gebrauchsgegenständen, wie Leuchten u.ä.