Herstellen von Goldüberzügen durch Galvanisches oder (gesamt-) stromloses Vergolden oder Plattieren (= Dublee; gilding with rolled gold).
Die Feuer(Amalgam)vergoldung mit Hilfe von Goldamalgam wird heute nicht mehr angewandt, insbesondere weil die entstehenden Quecksilberdämpfe sehr gesundheitsschädlich sind.
Bei der Galvanischen Vergoldung bedient man sich weitgehend cyanidischer Lösungen. Elektrolyte auf der Basis von Kaliumhexacyanidoferrat(II) wurden früher vorgeschlagen, in jüngerer Zeit wurden solche auf Sulfitbasis verwendet. Cyanidische Goldelektrolyte enthalten 2 bis 20 g/L Kaliumcyanoaurat(I), 6 bis 30 g/L freies Kaliumcyanid, 0 bis 20 g/L Dikaliumhydrogen-phosphat sowie 0 bis 20 g/L Kaliumcarbonat. Mit ihnen kann bei Stromdichten von 0,1 bis 0,6 A/dm2 gearbeitet werden. Die ElektrolytTemperatur beträgt 45 bis 70 °C. Da cyanidische Goldlösungen bis zu einem pH-Wert von 3 herunter beständig sind, wurden saure Goldelektrolyte entwickelt, die sich insbesondere bei der Vergoldung gedruckter Schaltungen bewährt haben, da sie die meist alkaliempfindlichen Kleber nicht angreifen. Manche Forscher unterscheiden außerdem neutrale Elektrolyte. Glänzende Niederschläge können durch metallische (Silber, Nickel) und/oder organische Zusätze (Schwefelkohlenstoff, Kondensationsprodukte, Türkischrotöl) abgeschieden werden. Auf stromlosem Wege können Goldüberzüge durch Behandeln z. B. in einer Lösung von (in g/L) 1 Goldchlorid, 17 Kaliumcyanid, 10 Trinatriumphosphat, 2 Natriumhydroxid und 5 Natriumsulfit hergestellt werden. Man arbeitet bei erhöhter Temperatur (90 bis 100 °C); daher wird dieses Verfahren auch als Sudvergoldung bezeichnet. Diese Überzüge sind sehr dünn (< 1 µm) und daher mechanisch und chemisch wenig widerstandsfähig.