Wenn ein Email hergestellt werden soll, das undurchsichtig → Opak oder auch nur → opalisierend auf einem Grundmetall aufliegt, so werden Stoffe beigegeben, die sich in der Schmelze nicht klar auflösen, sondern als Suspension eingelagert bleiben.
Die Trübung ist dann das Ergebnis einer diffusen Reflexion, wobei die Brechung, die Spiegelung und die Beugung des Lichtes eine Rolle spielen. Neben der Trübung durch die genannten unlöslichen Stoffe wird auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, durch Entglasungsvorgänge (Rekristalli- sation) oder durch Entmischung zweier Glasphasen während der Abkühlung zum Ziel zu kommen. Schließlich können dem → Schlicker organische Stoffe beigegeben werden, deren Zersetzung beim Schmelzen des Emails zur Bildung sehr feiner, gleichmäßig verteilter Gasbläschen führt, zur → Gastrübung. Die Unterscheidung nach → Vor- und Haupttrübung richtet sich danach, ob die Trübungsmittel der Schmelze zugegeben werden, also in der → Fritte schon vorliegen, oder ob sie dem → Mühlenversatz beigefügt werden. Die → Farbkörper gehen meist in den letzten. Sehr empfindliche Stoffe (→ Leuchtemails) werden nur im Schlicker verrührt.
Trübungsmittel sind: Zinnoxid, Ceroxid, Titanoxid, Arsenoxid, Antimonate, Zirkonverbindungen, Spinelle und viele andere.