Stromlose Metallabscheidung

Bei der Metallabscheidung mit äußerer Stromquelle (kathodische Metallabscheidung) werden die zur Reduktion erforderlichen Elektronen durch eine äußere Stromquelle, z. B. einen Gleichrichter geliefert.

Bei der Abscheidung von Metallen ohne äußere Stromquelle (Stromlose Metallabscheidung) werden die zur Reduktion der abzuscheidenden Metallionen erforderlichen Elektronen durch ein Reduktionsmittel geliefert.

Im Prinzip unterscheidet sich demnach die elektrochemische Reaktionsgleichung einer Metallabscheidung mit äußerer Stromquelle nicht von der einer Metallabscheidung ohne äußere Stromquelle:

a) Metallabscheidung durch Eintauchen eines unedlen Metalls in einen Elektrolyten, der edlere Metallionen enthält.

b) Metallabscheidung durch Kontakt des unedlen Werkstückes mit einem noch unedleren Metall in einem Elektrolyten, der edle Metallionen enthält:

Cu2+ + 2 e– → Cu<3>

c) Metallabscheidung aus einem Elektrolyten durch Zugabe eines Reduktionsmittels.

Obwohl das „Tauchverfahren“ oder das „Kontaktverfahren“ ebenfalls ohne äußere Stromquelle durchgeführt werden, bezieht man den Begriff „Stromlose Metallabscheidung“ in der Galvanotechnik auf die stromlose Nickel-, die stromlose Gold– oder die stromlose Kupferabscheidung. (In der englischen und amerikanischen Literatur ist der Begriff „electroless“ = stromlos, oder auch „chemical“ üblich).