Wird ein durch statische Spannungen innen oder außen beanspruchtes Werkstück gleichzeitig auch selektiv wirkenden Korrosionsmitteln ausgesetzt, so wird der Werkstoff geschädigt. Eine gewisse Disposition (z. B. Übersättigung an Kohlenstoff) muss vorhanden sein, daher wird die Spannungsrisskorrosion an nichtrostenden Austenitischen, nicht jedoch an ferritischen Stählen beobachtet. Die Spannungsrisskorrosion ist durch eine verformungslose Trennung mit inter- oder transkristallinem bzw. gemischtem Verlauf gekennzeichnet. Häufig sind bei der Spannungsrisskorrosion außen keine Korrosionsprodukte sichtbar.