Schwefelleber

Hepar sulfuris; Gemisch aus Kalium(poly)sulfid (K2SX; x = 3 – 7), Kaliumsulfat und Kaliumthiosulfat, das durch Zusammenschmelzen von 1 Teil Schwefel mit 2 Teilen Kaliumcarbonat bei etwa 250 °C unter Luftabschluss gewonnen wird. Es löst sich in 2 Teilen Wasser mit alkalischer Reaktion. Wird in der Galvanotechnik zum Ausfällen von Schwermetallen aus Zinkelektrolyten und zum Färben von Metallen benutzt. Man sollte eine möglichst frische und reine Qualität benutzen und verschlossen aufbewahren, weil sich durch Einwirkung des Luftsauerstoffs Salze der Sauerstoffsäuren des Schwefels, hauptsächlich Thiosulfate bilden. Diese sind unwirksam.