Durch Schläge auf das Email wird die Haftung geprüft und zwar sowohl der Grundemailschicht am Metall als auch der Emailschichten untereinander. Springt das Email nach entsprechend kräftigem Schlag mit einem Hammer in Stücken ab und hinterlässt (bei Eisen) eine silbrig glänzende Metalloberfläche, so zeigt dies eine schlechte Haftung an. Bei guter Haftung bleibt an der Schlagstelle eine schwärzliche Grundemailschicht mit muscheligem Bruch. Schläge beanspruchen das Email auf Druck, Zug und Dehnung. Bei einer hohen Druckfestigkeit von 500 bis 1000 N/mm2 hat dieser glasartige Werkstoff nur eine niedrige Zugfestigkeit von 50 bis 100 N/mm2 und einen Elastizitätsmodul zwischen 50 000 und 100 000 N/mm2. Es kommt demnach sehr auf die Dicke des Grundmetalls an: Je dicker es ist, umso mehr wird das Email auf Druck beansprucht, je dünner, um so eher auf Verformung. Auch die Dicke der Emailschicht selbst ist bedeutsam: Je dünner sie aufgetragen wurde, desto elastischer kann sie dem Schlag ausweichen. Die Prüfung erfolgt nach DIN 51 155 mit dem Schlaggerät nach Wegner. Hierbei wird ein in einer zylindrischen Hülse laufender Schlagbolzen, an dessen Spitze eine 5-mm-Stahlkugel sitzt, mit einer einstellbaren Federkraft gegen die Emailoberfläche geschlagen.