Pfanhauser

Gründerfamilie der Langbein-Pfanhauser-Werke A.G., die sich in hervorragender Weise um die Galvanotechnik verdient gemacht hat. Nach einer zehnjährigen Tätigkeit im Handel mit Photochemikalien und Photobedarfsartikeln machte sich Pfanhauser 1873 im gleichen Geschäftszweig in Wien selbstständig.

Mit dem Vertrieb von Kaliumcyanid und der für die Versilberung benötigten Utensilien wurde der Grundstein zur ersten galvanotechnischen Unternehmung gelegt. Dann folgte nach umfangreichen eigenen Versuchen die Einführung eines Nickelbads, das in flüssiger Form an Metallwarenfabriken geliefert wurde. Die ersten Vernicklungsanlagen wurden mit den von S. Schuckert, Nürnberg, herausgebrachten magnet-elektrischen Maschinen gebaut. Des Weiteren wurden die Bäder für Messing, Kupfer und Zink vervollkommnet. 1878 brachte Pfanhauser sein erstes Handbuch mit dem Titel „Praktische Anleitung zum Galvanisieren von Metallen“ heraus. 1907 Zusammenschluss mit der Firma Dr. Langbein & Co. Leipzig, zur Firma Langbein-Pfanhauser-Werke A.G. Leipzig, somit die älteste Fachfirma auf dem Gebiet der Galvanotechnik. Wilhelm jun. Prof. Dr. (11.4.1876-16.9.1960). Vorstandsmitglied der Langbein-Pfanhauser-Werke. Honorarprofessor der Technischen Hochschule Braunschweig 1928. Viele Entwicklungsarbeiten und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Galvanotechnik. Ehrendoktor der Technischen Hochschule Wien. Hermann, Ing. (25.10.1885-7.7.1948), Vorstandsmitglied der LPW, ebenso wie Oscar, Kommerzialrat (26.8.1881-14.3.1969). Sein Sohn, Wilhelm Oscar (*14.2.1918) setzte 1944 als Direktor des Wiener Werks die Tradition der Familie fort.