Mühlenversatz

Wird die → Fritte durch → Mahlen beim Emaillieren weiterverarbeitet, so wird dem Gemisch aus Fritte und Wasser eine Reihe von Stoffen zugefügt, die dafür sorgen, dass der entstehende → Schlicker eine Konsistenz erhält, die ein Auftragen auf die Metall- bzw. Emailoberfläche und eine ausreichende Adhäsion des getrockneten Überzuges zum Hantieren und → Brennen der Werkstücke sicherstellt. Dazu gehört in erster Linie der Ton mit seinen Kolloiden Eigenschaften, dann Borax oder Soda als → Stellmittel sowie wenig Natriumnitrit, damit die Eisenoberfläche bis zum Brennen nicht rostet. Zu → Grundemails können Quarz, Glasmehl oder Feldspat gemischt werden, wenn das → Brennintervall erweitert werden soll. Zu → Deckemails werden → Farbkörper oder → Trübungsmittel (weiß) gegeben, soweit sie nicht schon in der Fritte enthalten sind. Für spezielle Emailtypen kommen noch andere Stoffe in Frage, wozu Magnesiumoxid, Phosphate, Natriumaluminat, → Salpeter u. a.m. gehören.