Mittelleiterwirkung
- Bei der Verwendung eines → Mittelleiters wird der Strom auf diesen konzentriert, d. h. am Mittelleiter und den gegenüber liegenden Stellen von Anode und Kathode erhöht sich die Stromdichte.
- Mittelleiterwirkung (Zwischenleiterwirkung, → Bipolarität) wird eine bei der Galvanischen Metallabscheidung auftretende Erscheinung genannt. Diese kommt dadurch zustande, dass der Strom nicht den direkten Weg von der Anode zur Kathode (Ware) nimmt, sondern (bei unausgekleideten Behältern) über die Behälterwand zur Ware fließt, weil die Anoden und/oder Ware zu dicht an der Behälterwand liegen und dadurch einen geringeren Widerstand bieten als der Elektrolyt. Um dies zu vermeiden, sollte d
er Abstand der Ware und der Anode von der Behälterwand bei unausgekleideten Elektrolytbehältern mindestens je eine Hälfte der Entfernung der Anode zur Ware betragen. Heiz-, Kühl- oder Lufteinblasrohre können eine ähnliche Wirkung ausüben. Die Folge sind Anfressungen der Behälterwand. Auch Werkstücke, die längere Zeit stromlos (beispielsweise beim Herausnehmen) zwischen
Anode und Kathode hängen, können an den Stellen, die der Kathode zugekehrt sind, anodische Ablösung oder Passivierung zeigen, die auf die Mittelleiterwirkung zurückzuführen ist.
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