Mischkristall

Homogene, nach außen einheitlich erscheinende Kristallphase, die nicht stöchiometrisch zusammengesetzt ist. Sie wird gebildet, wenn in ein Kristallgitter fremde Ionen oder Atome eingebaut werden, z. B. bei der Abscheidung von Silberlegierungen mit Gold oder Antimon. In diesem Falle ersetzen die Fremdatome die eigentlichen Atome des Grundgitters; mit anderen Worten: die Atome des einen Metalls sind im Gitter des anderen vertreten (z. B. beim Messing). Gitterform und -größe bleiben weitgehend erhalten. Man spricht daher von Substitutions-Mischkristallen. Außerdem können Fremdatome in die Lücken des Gitters eingelagert sein; in diesem Falle handelt es sich um Einlagerungs-Mischkristalle. Bei der elektrolytischen Kristallisation können Mischkristalle auftreten (oder ausbleiben), die nicht dem Zustandsdiagramm entsprechen. Übersättigte Mischkristalle können sich entmischen, wobei Eigenschaftsänderungen auftreten.