Maleremail-Technik

Anwendung des Emails in der Kunst. Eine mit Email völlig überzogene, meist aus Kupfer bestehende Grundplatte, dient als Malgrund, auf den mit → Emailfarben gemalt wird. Nach Auftrag nur einer oder weniger Farben wird jedes Mal gebrannt, so dass zehn und mehr Brände notwendig werden können. Die zeitlose Beständigkeit des Emails gegenüber allen anderen farbigen Werkstoffen sichert solchen schwierig herzustellenden Bildern hohen Wert. Diese Technik hatte einen Höhepunkt in Limoges (Frankreich) im 15. und 16. Jahrhundert, aber davor und besonders danach ist sie weit verbreitet, u. a. in der kirchlichen Kunst und in der Miniaturmalerei. Ein Zweig dieser Kunst ist die → Graumalerei, auch „grisaille“ genannt, in der die Farbskala nur von schwarz über alle Grautöne bis zu weiß reicht.