Filtrieren

Das Filtrieren dient zum Trennen fester Bestandteile einer Lösung von den flüssigen. Außer zu analytischen Zwecken dient das Filtrieren bei Galvanischen Bädern zum Entfernen von Schwebestoffen und anderen Festkörpern. Diese können Störungen (z. B. Rauheit der Überzüge) hervorrufen. Ein einfaches Filtern (hauptsächlich für die Analyse verwendet) besteht aus einem in einen Trichter eingelegtes Filtrierpapier. Nach dem Aufgießen der zu filtrierenden Flüssigkeit sammelt sich der Rückstand (Filterkuchen) auf dem Filtrierpapier, die gereinigte Flüssigkeit, das Filtrat, unten in einem Auffanggefäß an. In ähnlicher Weise kann man auch (bei größeren Flüssigkeitsmengen) ein Filtertuch verwenden. Viele Galvanische Bäder, vor allem Glanznickel- und Glanzkupferelektrolyte müssen kontinuierlich filtriert werden. Man strebt eine Filterfeinheit von < 1 µm an. Nach dem FilterSystem unterscheidet man Anschwemm-, Trommel-, Scheiben- und Trommelscheibenfilter. Zum Anschwemmen dienen Filterhilfen, wozu hauptsächlich Aktivkohle, Asbestfaser und Kieselgur dienen. Die Menge der pro Zeiteinheit zu filtrierenden Flüssigkeit hängt von dem Elektrolyttyp ab. Bei Hochleistungs-Glanznickelelektrolyten kann es erforderlich sein, das Elektrolytvolumen bis zu zweimal stündlich zu filtrieren. Die Förderleistung der in der Galvanotechnik eingesetzten Filtergeräte beträgt mehrere 1000 L/h.