Es gibt drei Möglichkeiten, farbige Emaillierungen herzustellen:
st eine geeignete Mischung der drei genannten Möglichkeiten anwendbar. Zur Farbgebung von Emails sind nur anorganische Verbindungen brauchbar, die sich in der Schmelzhitze halten. Einige davon sind reine Metalloxide, in der Mehrzahl finden zusammengesetzte Farbkörper Verwendung. Unter → Emailrohstoffe sind als Beispiele etliche Farbkörper genannt, die dem Email zur Erzielung bestimmter Farbtönungen beigefügt werden, entweder schon in der → Fritte mitgeschmolzen, oder in der Mehrzahl der Fälle im → Mühlenversatz beigefügt.
In den farbigen Emails befindet sich der Farbkörper
a) ungelöst als farbige → Trübung entsprechend der Weißtrübung;
b) teilweise gelöst (z. B. bei schwarzen Färbungen);
c) völlig gelöst (→ Transparentemails);
d) in Mischung mit einem Weißemail zur Erzeugung von pastellartigen Tönungen. Brennbeständigkeit und Farbstabilität sind umso besser, je weniger die → Farbkörper sich im Schmelzfluss auflösen, also je weniger chemischen Umsetzungen sie beim Brennen unterliegen (→ Emailfarben).