Entfettungsbrei

Suspension aus verschiedenen Entfettungsmitteln; Anwendung zur Handentfettung. Hauptbestandteil war früher → Wiener Kalk (gebrannter Dolomit), dem zur Verstärkung der Emulgierwirkung und des Verseifens u. a. Natriumcarbonat und zum mechanischen Entfernen von Verunreinigungen schwache Scheuermittel, wie Bimsmehl und Schlämmkreide zugefügt werden. Bei hochglanzpolierten Flächen entfallen Scheuermittel. Wiener Kalk verbindet sich schnell mit Kohlenstoffdioxid (Luftbestandteil) zu Calciumcarbonat und verliert dann seine Wirkung; der Brei muss daher täglich frisch angerührt werden. Die Behandlung mit Entfettungsbrei, Abkalken genannt, wurde früher häufig ausgeübt, wenn es darum ging, eine absolut einwandfreie Entfettung herbeizuführen, wenn z. B. die Streufähigkeit der elektrolytischen Entfettungsbäder in Vertiefungen profilierter Teile nicht ausreichte. Heute wird das Abkalken wegen der hohen Kosten (manuelle Arbeit) kaum noch angewandt.