Emailfarben

Die Malerei in Emails spielt seit Jahrhunderten eine Rolle in der bildenden Kunst. Als Farben verwendet man entweder die üblichen → Farbemails, oder speziell für das Malen hergestellte → Schmelzfarben. Zur Verarbeitung mit dem Pinsel werden die Emailfarben feinst gemahlen, mit Terpentinöl angemacht und mit Glasreiber oder Spachtel auf einer mattierten Glasplatte energisch verrieben, bis sie die richtige Konsistenz aufweisen. Größere, mit der Spritzpistole verarbeitbare Mengen können in einer Büchsenmühle aus Porzellan mit Porzellankugeln vermahlen werden. Vor dem Gebrauch durch Malen oder auch Aufstempeln kann die Farbe durch Dicköl oder einen organischen Klebstoff verdickt werden. Zum Pudern werden Schmelzfarben trocken sehr fein vermahlen. Für Ränder, Linien und andere Dekors wird gern Gold verwendet. Hier eignet sich ein Goldresinat (Goldsalz einer Harzsäure), dessen Helligkeit mit Silber reguliert wird; es wird mit Nelkenöl angemacht. Beim Brennen kommt der Goldglanz heraus. Schmelzfarben liegen mit ihren BrennTemperaturen bei 750 bis 850 °C. Dies schont die Farben, vermindert aber die → Witterungsbeständigkeit.