Elektrolytische Bandverzinkung (Galvanisches Verfahren)

Ausgehend von Erfahrungen mit Schmalbandanlagen wurden im 20. Jahrhundert Blechanlagen in Betrieb genommen, deren Technologie später auf Breitband erweitert wurde. Ausgangsmaterial ist kalt gewalztes Feinblech nach DIN 1623, dessen mechanisch-technologische Eigenschaften durch den Verzinkungsvorgang nicht verändert werden. Die Vorbehandlung der Bandoberfläche erfolgt durch Entfetten und Beizen, jeweils unterstützt durch Bürsten und Spülen, „in-line“, d. h. in den kontinuierlichen Veredelungsvorgang integriert. Die eigentliche elektrolytische Veredelung erfolgt in mehreren hintereinander geschalteten Zellen unterschiedlichster Bauart, gefolgt von einer wahlweisen Nachbehandlung der Zinkoberfläche durch Bildung chemischer Konversionsschichten, z. B. Phosphatieren und Chromatspülen bzw. Chromat-Passivieren und/oder Ölen. Neben den löslichen FeinzinkAnoden werden neuerdings auch unlösliche Anoden eingesetzt. Dabei handelt es sich um Hochleistungselektrolyte die im Zusammenhang mit relativ hoher ArbeitsTemperatur und starker, gezielter Strömung (Band- und Badbewegung) hohe kathodische Stromdichten bis 100 A/dm2 bei kathodischer Stromausbeute von etwa 95 % gestatten. Elektrolytisch verzinktes Band und Blech wird wie kalt gewalztes Feinblech in den Oberflächenarten „O3“ und „O5“ geliefert. Lieferbar sind einseitige, zweiseitige und unterschiedliche Auflagen je Seite im Bereich zwischen 1 und 10 µm (15 µm) je Seite.