Unter der Bezeichnung Cermet (nach dem engl. Cer(amic) met(al)) werden aus einer keramischen und einer metallischen Phase bestehende Stoffe verstanden, die z. B. als Aluminium, Chrom, Eisen, Cobalt mit einem keramischen Anteil aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Siliciumcarbid, Chromborid, Molybdänsilicid oder anderen bestehen. Diese Mischwerkstoffe besitzen besondere mechanische und chemische Eigenschaften. Sie sind außerordentlich Temperaturbeständig und besonders Verschleiß-, kriech- und warmfest. Daher werden sie z. B. in Düsentriebwerken und Gasturbinen benutzt. Cermets können auf verschiedenem Wege auch als Überzug auf anderen Metallen aufgebracht werden. Bei einem der Verfahren können die Werkstücke in eine Aufschlämmung des gut gemahlenen Cermet-Pulvers gebracht oder dieses aufgespritzt werden. Dann wird getrocknet und unter üblichen Bedingungen bei 1000 bis 1400 °C aufgeschmolzen. Ein anderes Verfahren besteht darin, eine Suspension in der Wasserstoffatmosphäre aufzuschmelzen. Cermets können auch Galvanisch abgeschieden werden z. B. ein Chromüberzug mit 10 bis 60 % Zirkonborid. Das Borid mit einer Teilchengröße von 1 bis 44 µm wird in einen üblichen Verchromungselektrolyten gegeben. Man verchromt 2,5 h bei 32 bis 54 A/dm2 und erhält einen etwa 70 µm dicken, sehr Oxidations- und Erosionsbeständigen Überzug, der für Raketentriebwerke verwendet wird → Cermetemail.