Die zu emaillierenden Werkstücke müssen vor dem Brennen äußerst vorsichtig behandelt werden, damit der empfindliche getrocknete → Schlicker keinen Schaden nimmt. Je nach der Form des Werkstückes sind sowohl die → Brennroste mit ihren aufgeschweißten Spitzen (für Kammeröfen) als auch die Gehänge (für Durchlauföfen) so einzurichten, dass die → Brennmarken von den Spitzen her nur wenig auffallen, also so klein wie möglich sind und an verborgenen Stellen liegen. Die Spitzen sollten bei der → Grund- und → Deckemaillierung an verschiedenen Stellen liegen. Ferner soll das Brenngut so aufliegen, dass es sich beim Brennen möglichst wenig verzieht. Diese Voraussetzungen erfordern individuelle Brennwerkzeuge, wenn man nicht mehr mit dem üblichen Raster der Brennspitzen im Flachrost auskommt. So gibt es Brennschienen (Anordnung der Brennspitzen an Ringen, Dreiecken, Leisten usw.). Hohlkörper, die nur innen emailliert werden, kommen in angepasste Brennwerkzeuge aus Blech, Formeisen, Rohr, evtl. mit Spitzen besetzte Gelenkketten. Alle Unterstützungen sollen nur punkt- oder strichförmig am Werkstück anliegen, um den Einbrennvorgang möglichst wenig durch Wärmeableitung oder Querschnittsveränderung zu stören. Zum Abnehmen der noch heißen Stücke vom Brennrost dienen Zangen, Haken, Gabeln oder sog. Degen. Kochtöpfe oder andere Gegenstände aus dünnem Blech in runder Form richtet man, solange das Email noch heiß und plastisch genug dafür ist, mit Richteisen in Form abgestumpfter Kegel, die man von oben in die Öffnung drückt.