Bethlehem-Steel-Verfahren

(Tauch-Aluminierungs-Verfahren). Drähte von 1,5 bis 5,3 mm Durchmesser mit verschiedenen Kohlenstoffgehalten werden nach diesem Verfahren verarbeitet, indem sie zunächst in einem Bleibad genügender Länge weichgeglüht bzw. angelassen werden. Nach Kühlung in Luft und Wasser folgt eine Beizung in Salzsäure und darauf noch eine elektrolytische Feinreinigung in kalter Schwefelsäure. In einem anschließenden Behälter wird ein komplexes Fluoridsalzbad durchlaufen, das kurz unterhalb seines Siedepunkts temperiert und ständig durch Filter sauber gehalten wird. Nach Trocknung erreicht der Draht mit 120 bis 150 °C das Aluminiumbad. Dieses mit keramischer Auskleidung und mit Deckelheizung< betriebene Bad enthält 12 t Aluminium bei einem Drahtdurchsatz von 1t/h. Ein Siliciumgehalt von 3 bis 4 % erlaubt eine niedrige ArbeitsTemperatur von 650 °C; der Eisengehalt pendelt sich bei 1,5 bis 2 % ein. Der Draht wird nach kurzer Verweilzeit senkrecht aus dem Bad gezogen, in Luft und Wasser gekühlt, mit einer WachsEmulsion bekleidet und gehaspelt.