Beim Schmelzen des Frittenversatzes stellt sich ein Gewichtsverlust ein, der je nach Gemengezusammensetzung zwischen 10 und 25 % liegen kann. Er besteht aus dem Kohlenstoffdioxid der Carbonate, den Stickoxiden der Nitrate, dem Wasserdampf der Hydrate, dem Sauerstoff der Oxidationsmittel und aus Reaktionsprodukten evtl. organischer Stoffe. Dazu kommt der Abbrand des Fluors, der Oxide, der Alkalien und des Bors und anderer Metalloxide, deren Dampfdruck bei den üblichen Schmelztemperaturen von 1200 bis 1400 °C zu Abdampfverlusten führt. Verluste entstehen auch durch Verstaubung während des Schmelzens. Die Schmelze wird dann in einem dünnen Strahl in Wasser gegossen oder zwischen zwei wassergekühlten Stahlwalzen zu einem Band ausgewalzt und dadurch abgeschreckt und gebrochen. Diese Art der Abschreckung der → Fritten hat sich insbesondere am kontinuierlichen Durchlaufofen bewährt. Im Wasser abgeschreckte Schmelzen werden Granalien genannt, die ausgewalzten Flocken werden mit dem englischen Ausdruck flakes bezeichnet.