Sherardisieren

Unter dem Begriff Sherardisieren versteht man ein Zink-Diffusionsverfahren, welches Zink-Eisen-Schichten auf eisenhaltigen Werkstücken bildet. Die Schicht dient dem Korrosionsschutz. Das Verfahren wurde nach seinem Entwickler Sherard Cowper – Coles benannt, der es um 1900 in England erfand. Er selbst gab dem Verfahren den Namen ‚Vapour galvanizing’ (Dampfverzinken).

Verfahren: Die zu verzinkenden Bauteile werden gebeizt oder gestrahlt, um Verunreinigungen zu entfernen. Anschliessend werden sie mit Zinkstaub und einem interten Füller (in den meisten Fällen Korund oder Quarzsand) in eine rotierende Trommel gegeben. Bei Temperaturen um 300°C verdampft ausreichend Zink, welches in das Metallsubtstrat eindringt und zusammen mit der eisenhaltigen Oberfläche festhaftende Zink – Eisen – Legierungen bildet. Die Prozesstemperaturen liegen üblicherweise unter 419°C, dem Schmelzpunkt von Zink. Die gebildete Schichtdicke beträgt bis zu 50 mm. Das Verfahren wird hauptsächlich für Massenprodukte wie Schrauben und Nieten angewendet.

Die Vorteile von Sherardisieren sind

  • sehr gute Haftung
  • keine Wasserstoffversprödung
  • dichte, gleichmässige und beständige Schichten
  • gute Temperaturbeständigkeit
  • preiswert

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