Beizentfetter

Reinigungslösungen, die neben einer Säure (Salzsäure oder Schwefelsäure, nur vor dem Lackieren Phosphorsäure) einen Inhibitor (anion-aktive oder nichtionogene) Netz- und Dispergiermittel und zum Teil organische Lösemittel sowie Komplexbildner und anorganische Salze (z.B. Silikate) enthalten. Mit ihnen kann in einem Arbeitsgang gleichzeitig gebeizt und entfettet werden, wodurch nicht nur Bäder, sondern auch Arbeitszeit eingespart werden. Die an den Werkstücken haftenden Fette und Öle werden oft zu Alkene (früher Olefinen) und anderen Netzmitteln umgesetzt. Die Zusätze werden in Mengen von 4-15% zur Säure gegeben, wobei Schwefelsäure 3-15%ig, Salzsäure 1:1 verdünnt angewandt wird. Die Zusätze selbst werden auch als Beizentfetter bezeichnet.

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